Das ist Umzugs-Deutschland

Erstmals gibt eine Studie Einblicke in den deutschen Umzugsmarkt und bietet valide Ergebnisse zur Demografie umziehender Konsumenten.

Bad Tölz, 18.05.09 - Jung bis mittleren Alters und konsumbereit ist derdurchschnittliche Umziehende. Darüber hinaus ist derjenige, der in Deutschland umzieht, an Zeiteinsparungspotenzialen interessiert und internetgeprägt. Das zeigen Ergebnisse der Studie, die die Umzug AG in Auftrag gab und die von Heublein M3 und dem Institut ODC Services erarbeitet wurden. Mehr als Tausend Online-Befragte nahmen an der Studie teil.

Laut dieser Umzugsmarkt-Studie wechseln rund 4,8 Millionen Haushalte jährlich ihren Wohnort, innerstädtisch und deutschlandweit betrachtet. Statistisch gesehen zieht jeder achte Haushalt einmal jährlich um. Die auf die Jahreswerte von 2007 bis Anfang 2009 bezogene Studie zeigt, dass die Altersgruppe zwischen 20 und 39 Jahren die häufigsten Wanderungsbewegungen vornimmt.

8,4 Millionen Privatpersonen haben im Jahr 2007 in Deutschland einen Wohnungswechsel vollzogen. Auf die Frage, wohin der nächste Umzug am wahrscheinlichsten gehen wird, zeigt sich, dass über die Hälfte der Wohnbevölkerung innerhalb der bisherigen Stadt umzuziehen planen (52 Prozent). Weitere 20 Prozent verlassen die nähere Umgebung nicht. Lediglich ein gutes Viertel (28 Prozent) plant, weiter weg zu ziehen.

Umzugsplanung

UmzugsmarktDanach gefragt, wie lange ein potenzieller Umzug geplant und vorbereitet
würde, ergibt sich, dass der überwiegende Teil von 53 Prozent eine
Vorbereitungszeit zwischen ein und drei Monaten für angemessen hält. Ein
Fünftel der überwiegend jüngeren Bevölkerung (20 Prozent) wickelt die
Vorbereitung recht spontan innerhalb von vier Wochen ab.

Ein gutes Viertel aller Umziehenden gibt für den Umzug an sich zwischen eintausend und fünftausend Euro aus. Zwei Drittel bleiben mit ihren Ausgaben für den Umzug selbst unter eintausend Euro. Bei den Folgekosten
des Umzugs sind Möbel und Lampen die mit Abstand häufigsten Artikel, die beim letzten Umzug eingekauft wurden. Umziehenden steht ein Jahreseinkommen von 154,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Davon werden deutschlandweit schätzungsweise 38,7 Milliarden Euro für Ausgaben in den Bereichen Renovierung, Einrichtungsgegenstände (Möbel, Lampen, Küche), Infrastruktur (DSL, Telefon, Fernsehen) und Umzugslogistik (Autovermietung, Baumarkt, Spedition) verwendet.

Wenig beliebt: Ummeldevorgänge

"Ein Privatumzug verursacht vielfältigen Stress und hohe Kosten. Privatleute
wünschen sich, den bevorstehenden Umzug klug vorzubereiten und effizient
abzuwickeln, um auf diese Weise Zeit, Geld und Nerven zu schonen", sagt
Jorg Mühlenberg, Vorstandsvorsitzender der Umzug AG.
"Es besteht ein großer Servicebedarf in Bezug auf die Informationsgewinnung
zur Vorbereitung eines Umzugs. Dabei ist das Internet das
zentrale Medium. Neben dem standardisierten Zugriff per Suche spielen
Umzugsratgeber eine zunehmend größere Rolle. Mehr als jeder Zweite gab
an, über einen dieser Umzugsservices Informationen zu sammeln.

Ummeldevorgänge sind lästige Zeitfresser in der Umzugsphase. Wenn
möglich, vermeiden Umziehende deshalb den Gang zu Meldebehörden, zu
Kfz-Zulassungsämtern, in den nächstgelegenen T-Punkt, zu einer Postfiliale
oder zum Kreditinstitut. Umziehende können durch die Nutzung
entsprechender Online-Anlaufstellen locker ein bis zwei Urlaubstage
einsparen", so Mühlenberg.

Potenziale bei den Aufwendungen während der Umzugsphase

Aus den Erfahrungen der Vergangenheit festigt sich insgesamt die Absicht,
zukünftig mehr professionelle Hilfe und Servicedienstleistungen in Anspruch
zu nehmen. In der Rangliste rangiert die Bereitschaft, für die Umzugsabwicklung
zukünftig mehr Geld für Renovierungsarbeiten ausgeben zu wollen,
mit deutlichem Abstand vor mietvertraglichen Angelegenheiten, Ausgaben für
die allgemeine Umzugsplanung und jenen der Wohnungssuche. 73 Prozent
der Befragten wünschen sich intensivere Hilfe beim Transport des
Umzugsguts; 66 Prozent interessieren sich für eine Unterstützung beim
Mieten eines Transportfahrzeuges; 54 Prozent sind bereit, mehr
Haushaltsgeld in Umzugshelfer zu investieren; und 45 Prozent wünschen
sich fortan eine Halteverbotszone am Umzugstag.

Dienstleisterwechsel


Knapp die Hälfte aller Umziehenden musste oder wollte keinen Dienstleisterwechsel vornehmen. Am häufigsten wurde der Stromanbieter gewechselt; mehr als ein Drittel der Befragten nahmen hier einen Wechsel vor oder wären hierzu bereit.

Mietobjekte versus Eigentum


Gut jeder Zweite äußert das Vorhaben, als nächstes in ein Mietobjekt
einzuziehen. Die Quote dieser Gruppe ist bei den Jüngeren unter 30
erwartungsgemäß mit 70 Prozent deutlich höher, erreicht den niedrigsten
Wert zwischen 30 und 49 Jahren (41 Prozent), um ab 50 Jahren auf 49
Prozent anzusteigen. Beim nächsten Umzug ein Eigenheim zu erwerben,
plant jeder Fünfte (20 Prozent). In der Teilgruppe der 30-49-Jährigen ist der
Anteil mit gut 26 Prozent deutlich höher. Drei von zehn (30 Prozent) sind sich
in dieser Frage noch unsicher.
 

Über die Umzug AG
Die im Jahr 2007 in Bad Tölz gegründete Umzug Aktiengesellschaft
engagiert sich im deutschen Online-Umzugsmarkt. Das Unternehmen geht
aus der im Jahr 2000 gegründeten Pronto - Business Media GmbH hervor.

Pronto betreibt den ersten Ummeldeservice im deutschsprachigen Web. Seit
2002 können Privatleute auf www.ummelden.de u.a. ihren Telefon- und DSLAnschluss an-, ab- oder ummelden, der Post ihre neue Adresse übermitteln
oder den Wechsel zu einem anderen Stromanbieter initiieren. Pronto
ummelden® ist seit 2003 im Markenregister des Deutschen Patentamts
gelistet.

Die Umzug AG verfügt über das umfangreichste Netzwerk wissens- und
serviceorientierter Umzugsseiten im deutschsprachigen Web. Diese Inhalte
werden jährlich von rund 3 Millionen Personen (Unique Visitors) genutzt.
Pronto nahm 2003 und 2006 die Dienstleistungsqualität deutscher
Einwohnermeldeämter im Internet unter die Lupe. Zu diesem Zweck wurden
alle Amtsstuben der 200 größten deutschen Städte auf ihre angebotenen
Online-Inhalte und deren Usability überprüft.

Hunderttausende Umzugsplaner halten monatlich im Web Ausschau nach
Erleichterungen und Möglichkeiten zur Zeitersparnis. Checklisten rangieren
ebenso hoch in der Gunst wie allgemeine Umzugs-Tipps, Mustervorlagen für
Mietaufhebungsverträge oder Wohnungsübergabeprotokolle.

Die Marktstudie wurde Ende 2008 bis Mitte 2009 erarbeitet und ist
auszugsweise öffentlich.

Das ist Umzugs-Deutschland (als PDF)

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